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Elend ohne Gesicht

Streuner-Straße_1347561Als Straßen- oder Streunerkatzen bezeichnet man ehemalige Hauskatzen und ihre Nachkommen, die herrenlos und auf sich allein gestellt leben müssen. Und obwohl sie auf der Straße zwangsläufig verwildern, sind sie nicht zu verwechseln mit den echten Wildkatzen (Felis Syl­vestris). Kaum einer nimmt Notiz von ihnen und wenn, werden sie gejagt, verscheucht, er­schos­sen, überfahren oder vergiftet. In aller Regel also ein schreckliches Dasein. Oftmals hatten diese Katzen früher ein Zuhause. Haben sich bei einem Spaziergang verirrt oder sind ausgesetzt worden, weil sie lästig wurden. Sie sind aber auf jeden Fall immer noch Hauskatzen und im Gegensatz zu den Wildkatzen auf Hilfe durch den Menschen angewiesen.

Die Streuner leben in stillgelegten Fabrikhallen, verfallenen Häu­sern, Gartenlauben, an Kliniken, auf Friedhöfen um wenigstens etwas Schutz vor der Wit­terung zu haben. Sie suchen in der Dämmerung nach Futter, finden, wenn sie Glück haben, irgendwelche Essensreste oder fangen selber eine Maus und hoffen, dass sich vielleicht doch noch jemand um sie kümmert. Sie sind, da ge­schwächt, schutzlos Krankheiten und Parasiten ausgesetzt. Warum gibt es so viele Streu­ner und warum sehen wir sie in Deutsch­land nicht wie in anderen Ländern massenweise auf der Straße? Gaby Classen vom Katzen­schutz­bund Mönchen­gladbach erzählt aus über 20-jähriger Erfah­rung: »Die Streuner haben meistens ein schlimmes Schicksal hinter sich und versuchen nun, sich mit der Situation draußen zurecht zu finden. Sie sind äußerst misstrauisch. Sie meiden den Menschen, weil sie oft schlechte Erfah­rungen gemacht haben. Die meisten Straßen­katzen sind nicht kastriert und das ist das eigentliche Grund­­problem der unzähligen Streuner. Die weib­lichen Katzenkinder werden schon mit zirka 5 Monaten geschlechtsreif und dann natürlich auch trächtig. Das bedeutet, dass z. B. die vielen im April geborenen Katzen­kinder leider schon im Oktober des gleichen Jahres ebenfalls Katzenmütter sind. So jung und schlecht versorgt sind sie kaum in der Lage, diese Würfe gross zu ziehen. Ein Schrecken ohne Ende.«

Katze01Hochrechnungen zu­folge sind über 3 Millionen Katzen in Deutsch­land nicht kas­triert und können sich inklusive der Nach­kom­men immer weiter vermehren. »Was dies in Zu­kunft für das ohnehin schon be­stehende Katzenelend in Deutschland bedeutet, kann man sich leicht aus­malen.« so Philip McCreight, Leiter der Tier­schutzorganisation TASSO e.V. Kas­tration ist die einzige Mög­lich­keit, der Situa­tion Herr zu werden und sollte deshalb eine Selbst­ver­ständ­lichkeit für jeden Katzen­besitzer sein. Nicht nur, dass die Katzen­population dadurch sinnvoll reguliert wird. Durch die mit der Kas­tration einhergehende Hormonumstellung lösen sich auch viele Ver­haltensprobleme, Revier­kämpfe nehmen ab und die tödliche Krankheit Katzenaids könnte eingedämmt werden. Katzen­halter, die ihre Tiere bei TASSO registriert haben, scheinen sich übrigens auch ihrer Ver­antwortung gegenüber den Tieren bewusst zu sein. Fast 90 Prozent aller bei TASSO regis­trierten Katzen sind auch kastriert.
 
http://www.tasso.net/Tierschutz
 

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